Über 30 Pfarrer und Referenten des Dekanats Offenburg/Kinzigtal haben auf Initiative der KAB die Badische Stahlwerke GmbH besichtigt. Hauptanliegen der katholischen Seelsorger, Pastoralreferenten und Gemeindereferenten war es, direkt vor Ort die Arbeitsumfelder kennenzulernen und das Gespräch zu den Mitarbeitern bei BSW zu suchen.
Die Betriebsbesichtigung fand unter Leitung des Betriebsratsvorsitzenden Frank Zehe statt. Er hatte die Besucher zunächst auf den Betrieb eingestimmt. Mittels eines Films konnten die Seelsorger einen ersten Eindruck gewinnen. Franz Feger vom Referat Arbeitnehmerseelsorge in Offenburg betonte, dass jedes Jahr eine solche Betriebsbesichtigung unternommen werde. Er selbst ist jeden Monat in einem anderen Betrieb, um von den Menschen in den Unternehmen selbst zu hören was sie bewegt. „Die Pfarrer verstehen die Sorgen besser, wenn sie auch den Hintergrund kennen.“ Denn oftmals kommen die Menschen mit den Seelsorgern ins Gespräch, wenn sie im Vorfeld zu Hochzeiten, Taufen und Beerdigungen den Pfarrer aufsuchen. „Hier öffnen sich die Menschen.“
Nach einem Überblick in Form einer Präsentation ging es in das Werk um zu sehen wie hier Stahl produziert wird. Beim Rundgang zeigten sich die Pfarrer und Pastoralreferenten beeindruckt von den besonderen Anforderungen der stahlwerksspezifischen Arbeitsplätze. Die Teilnehmer staunten über die Dimensionen der Mengen an Stahlschrott der hier zu Baustahl verarbeitet wird. In den Schutzanzügen sahen die Priester und pastoralen Mitarbeiter/innen staunend wie das Eisen unter Blitz und Donner eingeschmolzen wird. Wie von Geisterhand fließt das Material dann glühend durch die Maschinen bis es zu Stäben oder Drähten fertig geformt ist. Es wurde deutlich spürbar, dass hier harte Arbeit angesagt ist. Betriebsrat Zehe verdeutlichte in dem Zusammenhang, dass der Betrieb bemüht ist, eine Wechselbelastung der Arbeitnehmer zu erreichen und sie daher über die Jahre an Arbeitsplätzen mit unterschiedlichen Profilen einsetzt. Weitere Themen waren Schutzkleidung, Arbeitssicherheit und Fragen zur Technik.
Im Abschließenden Gespräch galt es zu sehen was Wichtiges für den Betrieb und die Beschäftigten ansteht. Fragen, was denn die Mitarbeiter machen, wenn sie älter werden, über Schichtmodelle und Bezahlung sowie Unfallschutz wurden fleißig von den Betriebsräten beantwortet. Zum Schluss gab es Dankesworte vom Stellvertretenden Herrn Thomas Braunstein, der einen edlen Tropfen aus der Ortenau überreichte. Betriebsratsvorsitzender Zehe und sein Stellvertreter Ludwig Meier bedankten sich noch einmal für das Interesse und den nicht alltäglichen Besuch!
Mit vielen Eindrücken und Erfahrungen aus der Arbeit vor Ort fuhren die Priester und pastoralen Mitarbeiter/innen in ihren Wirkungskreis zurück!